Frischhaltefolien ade: Natürlich! Bienenwachstücher

Frischhaltefolien ade: Natürlich! Bienenwachstücher

Plastik entwickelt sich zu einem großen Umweltproblem. Inzwischen versinken Meere unter dem Plastikmüll, leiden Vögel und Fische und letztlich auch der Mensch, denn wir bleiben von den Mikroplastikteilchen nicht verschont. Lösungen sind bisher nicht in Sicht. Deshalb sind die Verbraucherinnen und Verbraucher gefragt, umweltbewusst zu handeln und auf Plastik zu verzichten.
Eine nachhaltige Alternative zu Alu- oder Frischhaltefolien bieten die Gründer Sabrina Kratz, Lotte Schöpf und Omar Rock. Die Frankfurter Manufaktur Wildwax produziert umweltfreundliche Bienenwachstücher, mit denen sich Lebensmittel frisch halten. Die Tücher aus Bienenwachs sind abwaschbar, wiederverwendbar und kompostierbar. Bei schonender Reinigung hält das Wildwax Tuch bis zu zwei Jahre.

Elita Wiegand führte ein Gespräch mit einer der Gründerinnen Lotte Schöpf.

„Plastic is over“, heißt Ihr Wildwax Slogan. Warum ist es für Sie mit dem Plastik vorbei?

Lotte Schöpf: Ich bin Biologin, hatte vor Jahren den Film „Plastic Planet“ gesehen und war total schockiert. Das kann doch alles nicht wahr sein, habe ich mir gedacht. Mir ist die Umwelt wichtig und ich will dazu beitragen, dass wir den Plastikmüll reduzieren.

Und das machen Sie heute mit den Bienenwachstüchern. Wie muss man sich diese Tücher vorstellen?

Lotte Schöpf: Mit den Wildwaxtüchern haben wir eine nachhaltige Alternative zu Frischhalte- und Alufolien entwickelt. Unsere Tücher bestehen aus einer zertifizierten Biobaumwolle mit Demeter Bienenwachs und Bio-Kokosfett. Man kann damit Käse, Brot, Butter, Salate oder Gemüse natürlich verpacken. Weil die Baumwolle atmet, bleiben die Lebensmittel sogar länger frisch. Ein weiterer großer Vorteil: Die Bienenwachstücher sind Plastikfrei und es entsteht kein Müll, im Gegenteil kann man das Tuch nach zwei Jahren kompostieren.

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Das Wildwax Team: Lotte Schöpf, Sabrina Kratz und Omar Rock

Doch wie kommt man auf die Idee, eine altes Verfahren wie die Bienenwachstücher neu auf den Markt zu bringen?

Lotte Schöpf: Wir haben die Bienenwachstücher tatsächlich nicht erfunden. Sabrina Kratz kennt die Tücher von ihrer Oma. Ihr Opa war Imker und da stand überall Bienenwachs herum, wurde Leinen in Bienenwachs getränkt und für Lebensmittel genutzt. Das Material war damals jedoch brüchiger und hat auch nicht so lange gehalten, aber vom Grundprinzip ist es das Gleiche wie unsere Tücher heute. Nun hat Sabrina damals noch in einem Reformhaus gearbeitet und bemerkt, dass selbst Bio-Lebensmitteln in Frischhaltefolien oder Plastik eingepackt sind. Das wollte sie ändern und hat nach dem Verfahren ihrer Großeltern in der Küche probiert und immer wieder getestet, um die Tücher geschmeidiger herzustellen. Hat geklappt. Im August 2017 haben wir dann unser Start-up gegründet.

Wildwax steht für eine Manufaktur. Damit verbindet man Handarbeit, aber wie aufwändig ist es, die Bienenwachstücher zu fertigen?

Lotte Schöpf: Bei uns ist alles Handarbeit: Wir wachsen per Hand, schneiden, falten und bügeln die Tücher. Doch gerade die Handarbeit steht für unsere hochwertige Qualität und so haben wir uns dagegen entschieden, industriell zu fertigen. Wir möchten zum Beispiel auch unbedingt das Demeter-Bienenwachs nutzen, weil uns das Wohl der Bienen wichtig ist. Doch das Demeter Wachs ist begrenzt, trotzdem wollen wir nicht auf anderes Wachs umsteigen. Je näher man an der Natur ist, desto besser ist es eigentlich. Wir Menschen versuchen immer die Natur neu zu erfinden, aber das klappt meistens nicht. Das weiß ich als Biologin und wir setzen deshalb auf das Wachs von Demeter. Das ist nämlich ein natürliches Konservierungsmittel. Und es ist reich an sogenanntem “Propolis”, einer harzartigen Masse, die sehr stark antibiotisch, antiviral und antimykotisch wirkt.

Wie ist die Resonanz auf die Wildwaxtücher?

Lotte Schöpf: Die Kunden reißen uns die Tücher förmlich aus den Händen. Wir sind glücklich, dass wir damit gut ankommen. Viele probieren es, kaufen nach oder verschenken die Tücher. Deshalb haben wir auch einen Onlineshop eröffnet und sind inzwischen in 40 Läden vertreten, also in Reformhäusern, Bioläden und Haushaltswarengeschäfte. Eine Liste findet man auf unserer Website. Wir wollen langfristig jedoch bei der Qualität unserer Rohstoffe keine Abstriche machen, wollen nicht um jeden Preis wachsen, aber wir möchten gerne noch ein größer werden, damit wir den Plastikmüll vom Markt verdrängen und mit den Wildwaxtüchern beweisen, dass es umweltschonende Alternativen gibt.

Kontakt

Wildwax Tuch
GbR
Hagenstraße 16
60314 Frankfurt

Mail: info@wildwaxtuch.de
Web: www.wildwaxtuch.de

Facebook: www.facebook.com/wildwaxtuch.de

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Hier gibt es die Auswahl der Wildwaxtücher:

www.wildwaxtuch.de/bienenwachst%C3%BCcher